Über das Projekt

Vorwort
Die heutigen Bilder der Fotografen werden immer größer, detailverliebter und technisch perfekt. Der ohnehin anonyme und distanzierte Betrachter kann so zu einem Lichtbild auf noch größeren Abstand gehen, um sich eine Fotografie anzusehen. Ich möchte den Betrachter wieder an die Fotografie heranführen und habe mich in meinen Fotografien zeitweise auf Kontaktkopie-Formaten wie 6 x 6 cm, 6 x 9 cm und 9 x 12 cm festgelegt. Doch es blieb bei dem Versuch, der Griff zum Kleinbildformat fällt mir im Umgang mit der Kamera nicht so schwer.

Hinter dem Projekt Lichtbildpoet stecke ich, Ronald Puhle aus Berlin. Ich befasse mich seit zwei Jahrzehnten aktiv mit der Fotografie und Bildverarbeitung, sowohl analog als auch digital. Bis Ende 2016 war ich als ‚Freier Autor‘ aktiv. Neben eigenen Fotografien unter dem Alias ‚Lichtbildprophet‘ habe ich eine ‚Liebe‘ zur Ausarbeitung historischer Negative entdeckt. Diese Aktivitäten sind unter dem Pseudonym ‚Lichtbildpoet‘ gebündelt. Informationen zu meinem beruflichen Werdegang entnehmen Sie bitte meiner Vita.

Ein (neuer) Gedanke mit vergessenen fotografischen Momenten gedacht
Nach Jahrzehnten des Vergessens werden SIE auf dem Dachboden oder im Keller wiederentdeckt. SIE stammen aus irgendeinem Nachlass, niemand weiß heute damit noch etwas anzufangen. Stattdessen wird versucht, ein Stück Zeitgeschichte in Online-Auktionen zu Geld zu machen.

SIE – das sind alte historische, teilweise sogar antike Schwarzweiß-Negative auf Glasplatte und Filmmaterial.

Projekt Lichtbildpoet gibt diesen einmaligen fotografischen Vorlagen ein echtes und vorallem handgemachtes Schwarzweiß-Positiv zurück! Projekt Lichtbildpoet fertigt von diesen besonderen Fundstücken individuelle Schwarzweiß-Fotoabzüge in einem einzigartig historischen Stil an, zum Beispiel angelehnt an dem Stil der klassischen Kabinett-Karte! Projekt Lichtbildpoet verwendet jene Schwarzweiß-Dunkelkammertechnologien, wie sie lange vor der ‚digitalen Revolution der Fotografie‘ üblich waren. Es werden typische Kontaktkopien auf ebenso historischem wie auch seltenen, heute nicht mehr hergestellten Fotopapieren angefertigt. Damit ist jeder neue Abzug – genau wie sein Negativ – einzigartig; eben ein echtes Unikat!

Projekt Lichtbildpoet bedeutet auch: Das historische Schwarzweiß-Negativ, als ein Zeitdokument, ist durch sein Alter und den ‚Zerfall‘ gezeichnet. Wie der besondere – historische – Moment zum Zeitpunkt der Aufnahme ist auch die Reproduktion direkt vom Original ein besonderer Moment. Der Charme der damaligen Zeit und die Spuren des Alterns auf dem Negativ: All diese Vergänglichkeiten stecken in dem einen handgemachten Abzug! Projekt Lichtbildpoet ist NICHT die schnelle lieblose Digitalisierung eines alten Negativs, die Retusche und das Nachempfinden alter Aufnahmen mit Photoshop oder gar ein anonymer Ausdruck aus dem Fotolabor. Es geht nicht um einen hohen Durchsatz ausbelichteter Alt-Negative, um eine Verschlimmbesserung eines gealterten historischen Originals um jeden Preis oder einen möglichst massenkompatiblen Vintage-Look, weil dieser gerade wieder so angesagt ist.

Das Projekt Lichtbildpoet ist zeitlich begrenzt, an dessen Ende eine Ausstellung mit den Neuinterpretationen der alten und teilweise auch historischen Negativen auf Glas und Zelluloid stattfinden soll.

Kontakt
Fragen, Hinweise und Informationen können Sie mir über das Kontaktformular zusenden: